1906 statuten 1906 Gründung des Verbandes. Erster Präsident ist Joh. Ulrich Schwarzer.

1907 Verhörrichter Dr. Schmid spricht über die für die Polizei wichtigsten Punkte des Strafgesetztes und empfiehlt nebenbei eine Eingabe wegen Verstärkung des Korps. Das Sterbegeld wird von 1000 auf 500 Franken gekürzt. Vermögen der Sterbekasse: Fr. 2388.20.

1908 In Kreuzlingen wird Jakob Hagen bei der Dienstausübung durch Revolverschuss getötet. Der Polizeimannschaft wird das Radfahren bei Diensttouren, sowie das Mitführen von geeigneten Hunden auf Zusehen hin erlaubt.

1909 Vorträge von Gerichtspräsident Beerli über den Begriff einer verbrecherischen Handlung, von Landjäger Weissmann über Anthropometrie und Daktyloskopie. Es wird beschlossen, eine Gesangssektion zu gründen.

1906 schwarzer1910 Vortrag von Fürsprech Dr. Paul Altwegg über das neue Strafgesetzbuch. Beitritt zum Verband schweizerischer Polizeiangestelltenvereine. Das von der Regierung eingeholte Gutachten verbietet, für die Errichtung einer Witwen- und Waisenkasse den Invalidenfonds anzutasten. Beitritt zum schweizerischen Polizeimännerverband.

1911 In Kreuzlingen stirbt unter grosser Anteilnahme Kpl. Schwarzer, Gründer und Präsident des Verbandes. Ein neuer Vorstoss wegen der Witwen- und Waisenkasse bleibt erfolglos. Aufnahme der letzten Aussenseiter in den Verband. Alle Mitglieder werden verpflichtet, dem Tier­schutzverein beizutreten. Dem Vorstand werden fortan die Sitzungsauslagen vergütet.

1912 Kpl. Etter wird Präsident. Verschmelzung der Verbandskasse mit der Sterbekasse; Monatsbeitrag der Aktiven Fr. 3.--, der Pensionierten Fr. 1.50.

1913 Wm. Haag führt fortan den Amtstitel "Chef des kantonalen Polizeikorps". Gedruckte Eingabe wegen Solderhöhung an die Kantonsräte, nachdem der Regierungsrat der Budgetkommission Nichteintreten beantragt hat. Dank kräftiger Befürwortung durch die Herren Dr. P. Altwegg, Schmidhauser, Uhler, Dr. Ullmann und Vögelin werden wesentliche Wünsche erfüllt.

1914 Infolge Kriegsausbruchs ruht die Verbandstätigkeit fast ganz.

1915 Ebenso

chronik protokoll 11916 Als Präsident tritt Kpl. Etter zurück und wird durch Kpl. August Schwarz ersetzt. Statutenänderung, wonach Mitglieder, die in eine mit dem Polizeidienst verwandte Stellung übertreten, der Sterbekasse weiterhin angehören dürfen. Gesuch um Ausrichtung der höchsten Soldzulage schon nach zehn, statt nach fünfzehn Dienstjahren. Neuer Vorstoss, um die Umwandlung des Invalidenfonds in einen Pensionsfonds mit Witwen- und Waisenkasse zu erreichen.

1917 Während das Gesuch um Bewilligung des Dienstes in Zivilkleidung abgewiesen wird, hat dasjenige um Einführung von Schiessübungen Erfolg. Gründung einer Schiesssektion. Beschluss, die Gesangssektion finanziell zu unterstützen und den Luxus bei schweizerischen Delegiertenversammlungen zu bekämpfen. Verbesserung der Dislokations­entschädigung. Kriegssteuerungszulagen. Anschluss an den neu entstandenen Verband der Festbesoldeten des Kantons Thurgau.

1918 Präsident wird Johann Kräher. Der Grosse Rat bewilligt die nachgesuchte Verbesserung von Besoldung, Pension, Spesenentschädigungen und Prämien. Zur Deckung des durch die Grippetodesfälle in der schweizerischen Verbandskasse entstandenen Defizits leistet jedes Mitglied einen Sonderbeitrag von sechs Franken.

1919 Dr. Paul Altwegg übernimmt das Polizeidepartement. Austritt aus dem Festbesoldetenverband und Eintritt in den neu gegründeten Verband der kantonalen Beamten und Angestellten. Eingabe wegen Anpassung der Sold- und Pensionsverhältnisse, wobei zu prüfen wäre, ob der Invalidenfonds mit der kürzlich geschaffenen Beamtenkasse verschmolzen werden könnte. Die Anregung, den bald fälligen Stationenwechsel aufzuschieben, findet nur soweit Gehör, dass die Unteroffiziere ein Jahr zuwarten dürfen.

1920 Die Sterbefallsumme wird auf 1000 Franken erhöht. Eine Eingabe an die Kantonsräte um Befürwortung der hängigen Besoldungsvorlage hat Erfolg. Zahlreiche Besprechungen mit Sekundarlehrer Thalmann zur Schaffung einer Witwen- und Waisenkasse.

1921 Da das von der Regierung bei der Schweizerischen Rentenanstalt eingeholte Gutachten den künftigen Mitgliedern einer Witwen- und Waisenkasse zu hohe Beiträge zumutet, empfiehlt Herr Thalmann eine Fusion mit der allgemeinen Beamtenkasse. Ein Gesuch um Erhöhung der Mietzins­entschädigungen geht an die falsche Adresse, ein Regiefehler, der dem Präsidenten seinen Sessel kostet. Drei Pensionierte erhalten Zulagen von je 500 Franken. Emil Kobi ruft eine Revolverschiesssektion ins Leben und übernimmt ihre Leitung.

1922 Präsident wird Albert Debrunner junior. Erhöhung des Monatsbeitrages auf vier Franken. Der Grosse Rat schafft die Möglichkeit, die Wohnungs­entschädigung den üblichen Mietzinsen anzupassen. Der Ferienanspruch wird dem der Beamten und Angestellten angeglichen. Da die Fusion auf sich warten lässt, erhöht der Regierungsrat vorläufig die Pension auf 1800 Franken. Zur weiteren Nachhilfe eröffnet der Verband eine neue Kasse, in die von Neujahr an ein Tagessold zu entrichten ist. Auch stellt er einen Antrag, das Reglement für den Invalidenfonds zu ändern.

1923 An Stelle des zurücktretenden Wm Anton Haag wird Hptm Ernst Haudenschild Chef des Korps. Der Grosse Rat genehmigt das revidierte Reglement für den Invalidenfonds. Am 14. Oktober wird beschlossen, auf Neujahr die Verbands- und die Sterbekasse mit einem Gesamtvermögen von Fr. 17'890.80 in die "Witwen- und Waisenkasse des Verbandes thurgauischer kantonaler Polizeiangestellter" umzuwandeln.

1924 In Bischofszell stirbt Kpl. Alfred Etter, der längere Zeit die eigentliche Stütze des Verbandes gewesen ist. Hptm Haudenschild spricht über "unsere Hilfsmittel im Erkennungs- und Fahndungsdienst".

1925 Hptm Haudenschild tritt dem Verband bei und hält einen Vortrag über Monodaktyloskopie. Das ehemalige Mitglied Arnold Egloff wird Statthalter des Bezirkes Bischofszell.

1926 Der Rücktritt eines früheren Polizeikorporals und nachherigen Gefangen­wartes, sowie der teilweise selbst verschuldete Austritt eines aktiven Mitgliedes geben Anlass, die Pensionssummen für solche Fälle grundsätzlich zu regeln. Die Gesangssektion löst sich auf.

1927 Der Kassier tritt dem thurgauischen Amtsbürgschaftsverein bei, und der Bezirksrat Weinfelden prüft künftig die Kasse. Eröffnung eines Postcheckkontos.

1928 Da auf Jahresende die Karenzzeit der Witwen- und Waisenkasse abläuft, werden die Satzungen entsprechend geändert. Die Gesangssektion ersteht neu aus der Asche und wird unter der Leitung von Alfred Möckli lebensfähig. Staatsanwalt Dr. Gsell spricht über den bedingten Straferlass und Verwandtes, Hptm Haudenschild über eine Schweizerreise. Ungeschickte Veröffentlichungen des schweizerischen Verbandsorgans verursachen einige Aufregung. 1930 polizeikorps

1929 Mit der "Helvetia" wird eine Kollektivversicherung (Berufshaftpflicht) abgeschlossen und der Regierungsrat um Subventionierung der Witwen- und Waisenkasse angegangen.

1930 Kpl. Emil Kobi übernimmt den Vorsitz. Der Kommandant spricht über die neue Dienstordnung und Uniformierung. Die Statuten der Witwen- und Waisen­kasse werden ergänzt, die Monatsbeiträge der Pensionierten gekürzt, das Gesuch um Subvention von der Regierung abgelehnt. Dagegen gehen einige andere Wünsche ohne besondere Eingaben in Erfüllung.

1931 Dr. Max Haffter spricht über das neue Automobilgesetz. Der Verband feiert sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen und das zehnjährige Bestehen der Schiesssektion. Hermann Stäheli, der in diesem Jahr Mitglied des schweizerischen Zentralvorstandes wird, verfasst eine weit ausgreifende Jubiläumsschrift. Zum Fest im Hotel "Bahnhof", Frauenfeld, erschienen am 4. Oktober auch die Regierung, die Angehörigen des Polizeidepartements, die Statthalter und Vertreter von auswärtigen Verbänden. Die Zürcher Korpsmusik und unsere Gesangssektion wirkten kräftig mit.

1932 An Stelle des zurücktretenden Emil Kobi übernimmt Emil Stäheli den Vorsitz. Dabei taucht erstmals die Frage auf, ob nicht auch Leute, die nicht dem Korps angehören, mit dem Präsidium betraut werden könnten. Die Leistungen der Witwen- und Waisenkasse, aber auch die Monatsbeiträge werden erhöht. Ludwig Vetter, der sich um diese Kasse besonders verdient gemacht hat, rückt zum Ehrenmitglied auf.

1933 Allgemeiner Lohnabbau von fünf Prozent.

1934 Hans Hausammann wird Präsident. Vom 1. Juli an sorgt die staatliche Hinterlassen­versicherung für die Witwen und Waisen der Korpsangehörigen, womit ein wesentliches Ziel des Verbandes erreicht ist.

1935 Stilles Jahr, ausser dass eine Zeitung, die eine Vernehmlassung des Zentralverbandes zerzauste, etwas Leben brachte.

1936 Hermann Stäheli, der austritt, wird Ehrenmitglied. Lohnabbau: acht Prozent. Der Verband beteiligt sich mit 10'000 Franken an der Eidgenössischen Wehranleihe und hilft seiner Schiesssektion das Defizit zu decken.

1937 Die Frage einer Krankenkasse wird vertagt, die Zahl der monatlichen Ruhetage auf Grund einer Besprechung mit dem Departementchef von zwei auf vier erhöht.

1939 zeitung1938 Ferdinand Züllig ersetzt Hans Hausammann als Präsident. Statuten­änderung, wonach auch Nichtangehörige des Korps Verbandspräsidenten werden können. Ein Gesuch um Aufhebung des Lohnabbaues hat den Teilerfolg, dass statt acht nur noch vier Prozent abgezogen werden. Der in neuer Form erscheinende Schweizerische Polizei-Anzeiger gibt zu reden.

1939 Es sterben die Ehemaligen Ferdinand Forster, Anton Seiterle, Georg Stäheli, Karl Zwick und Statt­halter Arnold Egloff. Der drei minder­jährigen Kinder Zwick nimmt sich die Verbandskasse an. Der Bau eigener Wohnhäuser wird ins Auge gefasst. Kriegsausbruch.

1941 haus11940 Es sterben Albert Debrunner junior, Jakob Engeler und Hermann Stäheli. Mit Stäheli verliert der Verband einen eifrigen Förderer und einen zuverlässigen Berater namentlich des Nachwuchses. Die Erstellung von zwei Mehrfamilienhäusern in Frauenfeld wird angeordnet. Zuschuss von hundert Franken an die Schiesssektion.

1941 Hans Hausammann wird Mitglied des Zentralvorstandes. Die Post­verwaltung lehnt eine Taxermässigung für polizeiliche Dienst­fahrten auf ihren Autolinien ab. Am 1. Oktober sind die beiden Wohnhäuser, Wielsteinstrasse und Ziegeleistrasse Frauenfeld bezugsbereit. Gesamtkosten Fr. 94'901.30, wovon der Staat je eine erste Hypothek von 30'000 Franken, die Verbands­kasse den Rest übernimmt.

1942 Die Besetzung des Präsidentenstuhles macht Schwierigkeiten. Nach einer Aussprache billigt das Departement eine Schreibmaschinenentschädigung und eine elastischere Ansetzung der Ruhetag zu. Die Pensionierten und die von der Verbandskasse unterstützten Hinterlassenen erhalten eine Teuerungszulage; auch verzichtet man auf die Beiträge eines im Sanatorium weilenden Mitgliedes.

1943 Hans Hausammann wird zum zweiten Mal Präsident. Die für die Pensionierung anrechenbare Besoldung steigt auf 7000 Franken. Für einen Kameraden der Sektion Val de Travers werden 132 Franken zusammengelegt.

1944 Die neue Korps- und Dienstordnung bringt eine Vermehrung der Chargen, eine Verlängerung der Stationierungsdauer und eine Verbesserung der Ferienverhältnisse. Am 11. März feiert der Departementvorsteher, Herr Regierungsrat Dr. Paul Altwegg, sein fünfundzwanzigstes Dienstjahr, wozu der Verband ein einfaches Fest veranstaltet und ein handschriftliches, von Mitgliedern verfasstes und flott ausgestattetes Jubiläumsbuch überreicht.

1945 Präsident Hausammann wird von Arnold Planzer abgelöst. Hptm Max Müller, Kommandant-Stellvertreter, tritt dem Verband bei. Unser Vorstand organisiert die Tagung des schweizerischen Zentralvorstandes, die am 3. und 4. November in Romanshorn stattfindet.

chronik stempel1946 Der bisherige Name wird in "Verband der Kantonspolizei Thurgau" abgeändert. Zur Neuregelung der Besoldungen hat auch der Präsident Wertvolles beigetragen. Aus der jetzt in eine Stiftung umgewandelten Verbandskasse erhalten zwei Witwen verstorbener Pensionierter eine ausserordentliche Winterzulage. In diese Kasse fliesst eine Spende von 500 Franken, welche ein Privater zum Dank für die Aufdeckung eines Verbrechens gemacht hat, in den Invalidenfonds eine Spende von 10'000 Franken durch die Kantonalbank, die ihr fünfundsiebzigjähriges Bestehen feiert. Die Sammlung für notleidende Kinder ausländischer Berufs­genossen ergibt 473 Franken.

1947 Weitere Verbesserung der Ferienordnung. Für die Konstanzer Kollegen werden zahlreiche Naturalgaben und 60 Franken Bargeld zusammengebracht.

1948  Es stirbt Bezirksstatthalter Lebrecht Widmer, Mitgründer des Verbandes. Herr Dr. Paul Altwegg tritt aus dem Regierungsrat zurück; sein Nachfolger als Chef des Polizeidepartements wird Herr Regierungsrat Dr. Jakob Müller. Herrn Oberstleutnant Haudenschild, der seit fünfundzwanzig Jahren das Korps kommandiert, wird als Jubiläumsgeschenk ein Bild überreicht. Staatsanwalt Dr. Brunner spricht über das polizeiliche Ermittlungsverfahren. Der Verband schliesst mit der Basler Versicherungsgesellschaft einen Dachvertrag und erwirkt damit für die dort gegen Unfall versicherten Mitglieder einen erheblichen Prämienrabatt. Die Wohnungsentschädigung wird auf ein Gesuch hin erhöht.

1949 Verbandsmitglied Heinrich Keller wird in Buenos-Aires Weltmeister mit der Pistole. Zusammenkunft mit Abgeordneten von Nachbar­verbänden zur Formulierung gemeinsamer Anträge an den Zentralvorstand. Gemäss Eingabe beschliesst der Regierungsrat, dass nur noch Korpsangehörige an unserer Pensionskasse teilhaben.

1950 Arnold Planzer wird in den Zentralvorstand gewählt. Einem Gesuch entsprechend sollen künftig Mitglieder, die aus der Pensionskasse austreten, die einbezahlten Beiträge ungekürzt zurückerhalten. Planung weiterer Wohnungs­bauten und Erörterung der Geldbeschaffung.

1951 Beschluss, in Bürglen ein eigenes Wohnhaus zu erstellen, wozu die Orts­gemeinde Boden schenkt. Erhöhung der Teuerungszulage für Aktive um fünf Prozent, für Pensionierte um fünfzig Prozent. Eine Sammlung für Lawinen­geschädigte ergibt 400 Franken.

1952 Ein Gesuch um Vermehrung der Ruhetage von 48 auf 60 findet soweit Gehör, dass deren 52 bewilligt werden, während eine Anpassung der Miet­entschädigung, mit der man bereits glaubte rechnen zu können, rückgängig gemacht wird.

1953 Nachfolger des vom Präsidium zurücktretenden Arnold Planzer wird Heinrich Keller. Die Gesangssektion feiert ihr silbernes Jubiläum. Eine Presse­meldung wegen eines vom Staate geplanten Hauskaufes in Tobel wirkt etwas beunruhigend, erweist sich aber als ungenau. Zwei Eingaben um Aufbesserung des Soldes und verschiedener Sonderentschädigungen versprechen nur mässigen Erfolg.

1954 Der Verband bedauert, dass die Besoldungsaufbesserung bei der Polizei unter dem durchschnittlichen Prozentsatz für die Beamten bleibt. Die Sammlung für einen Aargauer Kollegen ergibt hundert Franken.

1955 Zum erstenmal wird ein nicht dem Verband Angehörender als Präsident gewählt: Dr. Charles Wüthrich in Bischofszell. Während eine Eingabe zur Regelung der Motorfahrzeug-Entschädigung führt, bleibt das Gesuch um Neuordnung der Wohnungsvergütungen noch unentschieden.

1956 Das Ehrenmitglied Ludwig Vetter fällt einem tragischen Verkehrsunfall zum Opfer. Heinrich Keller wird Statthalter des Bezirkes Frauenfeld. Bei der Anpassung der Wohnungsentschädigung konnte ein grosser Schritt nach vorne gemacht werden. Der grosse Rat beschliesst einen Korpsbestand von 80 Mann. Davon: 1 Kommandant, 1 Kommandant-Stellvertreter, 1 Feldweibel, 10 Wachtmeister, 6 bis 8 Korporale und bis zu 15 Gefreite.

1957 150jahre1957 Dieses Jahr stand vor allem im Zeichen "150 Jahre Polizeikorps des Kantons Thurgau" und "50 Jahre Verband der Kantonspolizei Thurgau". Nebst den würdigen Feiern und Festen erschien die, von Herr Dr. Herdy verfasste, Festschrift "Thurgauer Polizei einst u. jetzt". Beginn von Renovationsarbeiten an den beiden Verbands­häusern in Frauenfeld.

1958 Kommandant Oberstleutnant Haudenschild Ernst tritt in den wohlverdienten Ruhestand und wird durch den Stellvertreter Major Max Müller ersetzt. Die Wünsche des Verbandes in Sachen Besoldungsrevision erfüllen sich, werden jedoch erst auf den 01.01.1959 umgesetzt. Das "Stiftungsreglement der Sterbekasse des Verbandes der Kantonspolizei Thurgau" wird in Kraft gesetzt.

1959 Regionalversammlung der Ostschweizersektionen in Romanshorn. Die neue Besoldungsverordnung tritt in Kraft. Die neu errungenen Jahres­besoldungen betragen zum Beispiel für den Feldweibel 9'300.-- bis 12'300 Franken, für den Wachtmeister 8'700.-- bis 11'700 Franken und für den Landjäger 7'500.-- bis 10'500 Franken. Erhöhung des Korps von 80 auf 90 Mann. An der DV des VSPB in Schaffhausen gestellte Resolution: Der Verband Schweizerischer Polizeibeamter fordert für alle Polizeibeamten des Bundes, der Kantone und der Gemeinden eine zeitgemässe Arbeitszeitverkürzung, wie sie dem übrigen Personal der öffentlichen Verwaltungen zugestanden wird. Beendigung der Renovationsarbeiten an den beiden Verbandshäusern.

1960 Auf Gesuch des Verbandes werden die Ruhetage vom Regierungsrat von 52 auf 60 erhöht. Gefordert waren 64 Ruhetage, trotzdem bedeuten die 60 Ruhetage einen erheblichen Fortschritt. An der Delegiertenversammlung des VSPB in Genf wird die Schaffung einer Schweizerischen Polizeischule gefordert. Unser verehrter Departementchef, Herr Regierungsrat Dr. Müller, feiert sein 25-jähriges Amts-Jubiläum.

1961 Die Wohnungsentschädigungen werden erhöht. Diese Erhöhungen können jedoch nicht alle Kollegen restlos befriedigen. Ansonsten verlief das Jahr ruhig.

1963 dv11962 Es stirbt unser ehemaliger Kommandant Oberstleutnant Ernst Haudenschild. Die Stiftungsrechnung kann Spenden von Dr. Polzin im Betrage von Fr 500.-- und des thurg. Jagdschutzvereins im Betrag von Fr. 50.-- verdankens­werterweise entgegennehmen. Die Besoldungsrevision ist wieder einmal ein grosses Thema.

1963 Auf Initiative unseres Vizepräsidenten, Walter Büchi, führte unsere Sektion in Frauenfeld die Delegierten­versammlung des Verbandes Schweizerischer Polizei­beamter durch, welche trotz anfänglicher Bedenken (finanziell) super verläuft.

1964 Unser ehemaliges Vorstandsmitglied Wm Oskar Hausammann verschied in Arbon. Aussenrenovationen an den Verbandshäusern in Frauenfeld und Bürglen. Ein neues Pensionskassenreglement mit wesentlichen Ver­besserungen tritt in Kraft. Der Einbau einer Inkonvenienz­zulage wird gefordert.

1965 Die Hauptversammlung beauftragt den Vorstand eine Eingabe betreffend Erhöhung der Ruhetage für das Polizeikorps auszuarbeiten und einzureichen. Die Forderung, die Ruhetage zu erhöhen, fiel auf fruchtbaren Boden. Neu werden 78 - 81 Ruhetage gewährt. Die Motorfahrzeugentschädigung, als auch die Wohnungsentschädigung werden heftig diskutiert. Der Bestand des Polizeikorps wird auf 130 Mann erhöht.

1966 Der Verband nimmt Stellung zur Besoldungsrevision 1966/1967. Zudem wird das Begehren gestellt, die Inkonvenienzzulage nicht nur auf Fr. 1'200.-- sondern auf Fr. 1'500.-- pro Jahr zu erhöhen. Wiederum erfolgte eine überaus hohe Anzahl von Austritten (9) aus dem Polizeikorps, was auch auf eine schwelende Unzufrieden­heit im Polizeikorps und auf lukrative Angebote aus der Privatwirtschaft zurück­zuführen ist.

1967 Ein modernisiertes Dienstreglement tritt in Kraft. Dabei stiessen folgende Punkte auf heftige Kritik der Verbandsmitglieder: 1. Die berufliche Tätigkeit der Ehefrau bedarf der Bewilligung des Departements, 2. Entschädigung der Ausbildungskosten bei Austritt während den ersten fünf Dienstjahren, 3. Die sechsmonatige Kündigungsfrist und 4. Das Fehlen des Vernehmlassungsrecht der Personalorganisation. Der Verband gab darauf dem Regierungsrat seine Bedenken preis, worauf dieser mit einem Schreiben bei sämtlichen Punkten die "Schärfe" etwas nehmen konnte. Die Wohnungs­entschädigung wird erfreulicherweise erhöht. Die Finanzkontrolle hat eine Staatshaftpflichtversicherung abgeschlossen, unter welche auch die Berufshaft­pflicht des Polizeikorps falle. Aus diesem Grund fällt die Vergütung vom Staat von Fr. 9.50 pro Jahr und Mitglied weg. Korpserhöhung auf 150 Mann.

1968 Die Motorfahrzeugentschädigungsfrage konnte immer noch nicht gelöst werden. Das Ganze entwickelt sich zu einer Prestige-Angelegenheit. Ansonsten ziemlich ruhiges Verbandsjahr.

chronik pin1 1969 Die seit Jahren vom Verband geforderte Verbesserung der Motorfahrzeugentschädigung findet beim Regierungsrat kein Gehör. Die Situation spitzt sich soweit zu, dass die Korps­angehörigen beschliessen, ihre privaten Motorfahrzeuge nicht mehr für dienstliche Fahrten zur Verfügung zu stellen. Schliesslich kann eine Kompromisslösung gefunden werden. Wenigstens wurde die Wohnungsentschädigung wiederum wesentlich erhöht.

1970 Ruhiges Verbandsjahr mit nur zwei Vorstandssitzungen. Freundschafts­treffen in Romanshorn zwischen einer Delegation des Franz. Polizeigewerk­schaftsbundes, der Gewerkschaft der Süddeutschen Polizei und unserem Verband.

1971 8 Verbandsmitglieder quittieren den Dienst. Lic. iur. Jürg Rüsch tritt in den Verband ein. Der 13. Monatslohn wird beim Staatspersonal und der Lehrer­schaft eingeführt. Zusätzliche Forderungen vom Kommandanten werden vom Regierungsrat abgeschmettert. Vorstandsausflug nach Stuttgart auf Einladung des GdP-Vorsitzenden Dieter Siemann.

1972 Wiederum wird der Regierung ein neuer Vorschlag zur Motorfahrzeug­entschädigung unterbreitet. Das gut formulierte und massvoll gehaltene Begehren fand bis jetzt leider kein Gehör. Neues Pensionskassen-Reglement. Sitzung des Zentralvorstandes VSPB in Weinfelden.

1973 Ruhiges Verbandsjahr mit erneuter Eingabe eines neuen Vorschlages in Sachen Motorfahrzeugentschädigung. Hans Tobler wird in den Zentralvorstand gewählt. Der Verband weist total 191 Mitglieder auf.

1974 Siegfried Gideon löst Dr. Charles Wüthrich als Verbandspräsident ab. Die Neuregelungen der Motorfahrzeugentschädigung kann nach zähem "Ringen" durchgesetzt werden.

chronik pin21975 Rücktritt von Vizepräsident Walter Büchi. Er wird durch Werner Deutsch ersetzt. Forderungen beim Polizeikommando betreffend der Wohnungsentschädigung, welche teilweise auf den 01.01.1976 gewährt werden. Eine Eingabe um Erhöhung der Todes­fallsumme bei Unfall wird abgelehnt. Die neue Unfallversicherung für die Staatsangestellten bringt jedoch im Invaliditätsfall wesentliche Verbesserungen.

1976 Die Wohnungsentschädigung wird um Fr. 500.-- erhöht. Ansonsten ruhiges Verbandsjahr.

1977 Hptm Max Müller über­gibt den Kommandostab der Kantonspolizei Thurgau seinem Nachfolger Oblt. Dr. iur. Jürg Rüsch. Die Ruhetagsansprüche werden in 4 Jahresetappen zu je 3 Ruhetagen der Zentralverwaltung angepasst. Damit erhöht sich die Zahl der Ruhetage bis 1980 auf 103, bzw. 105 und die 5-Tage-Woche kann verwirklicht werden. Gleichzeitig erhöht sich die Mindest­arbeitzeit bis im Jahre 1979 auf 8 ¾ Stunden. Regionalkonferenz in Romanshorn.

1978 Der Entwurf zur Besoldungsrevision von der Regierung enttäuschte. Unser Präsident und der Kommandant sprechen bei der Regierung vor. Es kann eine Erhöhung der Pikett- und Überzeitzulage von Fr. 2'000.-- auf 4'000.-- erreicht werden.

1979 Das Verbandshaus an der Ziegeleistrasse in Frauenfeld wird für Fr. 360'000.-- an Heinrich Barthlome verkauft. Nebst dem Spiel der Kantonspolizei Thurgau und dem Gesangsverein wird ab sofort auch der Turnverein finanziell unterstützt. Die neue Besoldungsverordnung tritt in Kraft. Der Verband darf stolz sein auf das Ergebnis seiner Verhandlungen mit der Regierung.

1980 Sieben Korpsmitglieder suchen sich eine neue Wirkungs­stätte. Beginn der Bauarbeiten für ein Einfamilienhaus mit Polizeibüro in Roggwil (Kosten Fr. 380'000.--). Die am 01.01.1980 in Kraft getretene Besoldungsverordnung bringt Unstimmigkeiten, denn die Wohnungs­entschädigung wurde zu unseren Ungunsten geregelt. Das eingereichte Begehrung vom Verband zeigt jedoch Wirkung und so bleibt die Wohnungsentschädigung weiterhin bestehen. Als Nachwehen mussten jedoch die Streichung der Fahrrad-, Stiefel-, Schreib­maschinen- und Taucheruhrenentschädigung akzeptiert werden. Am Rücktritts­alter 60 wird festgehalten. Im VSPB wird ein vollamtliches Zentralsekretariat geschaffen und die DV wird ab sofort nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Das neue Polizeigesetz wird vom Volk knapp angenommen. Einzelne Presseleute und verschiedene Parlamentarier versuchten 1980 wiederholt, das Polizeikorps bei der Thurgauer Bevölkerung in Misskredit zu bringen.

1982 kueche1981 Überraschende Einbindung der Polizeipensionskasse in die Pensions­kasse der Beamten und Angestellten. Zum Glück konnte das Pensionsalter 60 beibehalten werden. Bezug des neu erstellten Einfamilienhauses per Ende Juli in Roggwil.

1982 Die definitiven Baukosten für das Haus Roggwil belaufen sich auf Fr. 530'000.--. Küchenrenovation im Verbandshaus Frauenfeld. Ein leidige Geschichte um den Ausschluss eines Verbandsmitgliedes nimmt ein Ende. Anlässlich einer Urabstimmung wurde der Antrag um Ausschluss mit 107 Nein zu 73 Ja, bei 10 Stimmenthaltungen, abgelehnt. Das Personalamt bringt wiederum eine Änderung der Wohnungsentschädigung aufs Parkett. Diese hätten Lohneinbussen bis zu Fr 251.60 monatlich zur Folge.

1983 Einführung einer Rechtsschutzversicherung beim VSPB.

1984 Siegfried Gideon feiert das 10-jährige Jubiläum als Verbandspräsident. Neues Pensionskassen-Reglement wird in Kraft gesetzt. Erfreulicherweise sind sämtliche Sonderregelungen, welche das Polizeikorps betreffen, auch im neuen Reglement enthalten. Ansonsten ruhiges Jahr.

1985 Der Frauenfelder Gemeinderat entscheidet auf Antrag von EVP Parlamentarier Wendel, die Polizisten nicht von der Feuerwehrsteuer zu befreien. Dieser Entscheid löst Unverständnis aus und der Verband gelangt an die Regierung, um im Sinne eines Steuerausgleiches, eine Rückvergütung der Feuerwehrabgaben aus der Staatskasse zu erlangen. Dieses Vorhaben scheitert. Auf Wunsch eines Verbandsmitgliedes wird versucht ein freiwilliger Weiter­bildungsabend zu organisieren. Dies scheitert jedoch.

1986 Zwei Kreditvorlagen für die Renovationen an den Verbandshäusern in Frauenfeld und Bürglen werden bewilligt. Der Beitritt vom VSPB zur UISP wird im Thurgau, als auch Gesamtschweizerisch, klar abgelehnt. Peter Hodel wird in den Zentralvorstand gewählt.

1987 ausflug 1987 Die Versammlung bewilligt einen Nach­tragskredit von Fr. 20'000.-- für das Haus Bürglen. Vortrag von Notar Jürg Nater über das Güter- und Erbrecht, welchen viele Verbands­mitglieder, vorwiegend in Begleitung der Ehefrauen, besuchen. Besuch des Autobahn­stützpunktes in Göschenen.

1988 Das Stimmvolk gibt mit 32'782 Ja- gegen 19'191 Nein-Stimmen grünes Licht für den Neubau eines Polizeigebäudes in Frauenfeld.

1989 Die bevorstehende Besoldungsrevision und die Revision des Pensions­kassen-Reglements werden ausgiebig diskutiert.

1990 Zusicherung des RR Bürgi, dass der Polizeimann in der Lohnklasse 13 von Stufe 1 auf Stufe 5 oder 6 gehoben wird. Erstmals in der Geschichte des Verbandes Kantonspolizei Thurgau wird eine Frau in den Vorstand gewählt. Yvonne Rozza übernimmt das Aktuarsamt von Heinrich Heer.

1991 handschlag1992 einladung hv 1991 Siegfried Gideon gibt nach 17-jähriger Amtszeit das Zepter an Kirchenratspräsident Walter Vogel ab.

1992 Kommandant Rüsch und Fredy Senn orientieren uns über den Lösungs­vorschlag des Personalamtes zu den Einsprachen betreffend der neuen Besoldungsverordnung. Erstmals wird eine "Broschüre" mit sämtlichen Informationen als Einladung zur Hauptversammlung abgegeben. Die Haupt­versammlung im neu errichteten Polizeigebäude in Frauenfeld bringt einen Grossaufmarsch der Verbandsmitglieder. Ob es am Interesse des Verbandes oder an den gratis abgegebenen Würsten lag, bleibe dahin gestellt.

1993 Der Regierungsrat beauftragt das Departement Justiz/Sicherheit, die Abschaffung der Wohnungs­entschädigung zu prüfen. Die Abschaffung kann jedoch abgewendet werden und es wird am bisherigen System festgehalten.

1994 Sehr ruhiges Verbandsjahr.

1995 niederer1995 Heiri Heer übernimmt von Hans Badertscher den Einsitz in der Personal­kommission. Walter Vogel tritt als Präsident unseres Verbandes zurück und Hanspeter Ruprecht wird als Nachfolger gewählt. Rücktritte von Peter Hodel und von Hansruedi Niederer (nach 23-jähriger Vorstandstätigkeit) aus dem Vorstand. Peter Pauli, Chef der Finanzverwaltung, referiert an der HV über das neue Pensionskassenreglement. Gespräch zwischen Kdt Dr. Rüsch und Regierungsrat Roland Eberle, wobei über die verschiedenen Zulagen und Entschädigungen diskutiert wurde.

1996 Da Hanspeter Ruprecht zum Regierungsrat des Kantons Thurgau gewählt wurde, übernimmt ab Mitte Jahr Bruno Fehr interimsweise das Präsidentenamt. Diverse Urabstimmungen: Dem Umbau des Hauses Frauenfeld wird zugestimmt, der Statutenänderung wird zugestimmt und dass die Haupt­versammlung in Zukunft am Abend stattfindet wird zugestimmt. Regional­konferenz in Stettfurt, Schloss "Sonnenberg.

1997 Tod von unserem ehemaligen Verbandspräsidenten Siegfried Gideon. Der Interimspräsident Bruno Fehr wird definitiv gewählt. Im Anbetracht der bevorstehenden Besoldungsrevision 1999 werden Arbeitsgruppen gebildet, welche sich mit verschiedenen Themen zu befassen haben. Diverse Sitzungen wegen der bevorstehenden Besoldungs­revision.

1998 Die Telefonentschädigung wird per 01.01. definitiv gestrichen. Abgabe von zwei Broschüren im Zusammenhang mit der kommenden Besoldungsrevision an die Mitglieder. Aus gesicherter Quelle erhält man die Kenntnis, dass die Wohnungsentschädigung, die Umzugsentschädigung, die Uniformentschädigung und die Familienzulage gestrichen werden sollen. Die Mitarbeiterparkplätze beim Polizeikommando werden gebührenpflichtig. Max Fisler wird in den Zentral­vorstand und Peter Hodel als Stiftungsmitglied der Fürsorgestiftung des VSPB gewählt. Total werden Fr. 270'000.-- in Fonds angelegt. Siegfried Gideon hat dem Verband Fr. 20'000.-- vermacht, unter der Bedingung, dass eine Sigi-Gideon-Stiftung für in Not geratene Polizisten eingerichtet wird.

1999 Die Inkonvenienzzulage soll neu unterteilt werden, um eine gerechtere Auszahlung zu garantieren. An der HV wird der Beitritt zur neu gegründeten personal/thurgau beschlossen (55 Ja zu 38 Nein). Der Verband wehrt sich gegen die Wahl von Verena Enz zur Präsidentin von personal/thurgau. An der Urabstimmung über den weiteren Verbleib bei personal/thurgau nahmen von 338 Mitgliedern 278 teil. Dabei wurde mit 235 Ja- zu 43 Nein-Stimmen der Austritt aus personal/thurgau beschlossen. Die neue Besoldungsverordnung tritt in Kraft und die Polizei kommt dabei mit einem blauen Auge davon. Der Vorstand darf vermutlich zum ersten Mal zu einer neuen Dienstvorschrift Stellung nehmen. Die Verkehrssteuerentschädigung von Fr. 216.-- wird gestrichen.

2000 Die Inkonvenienzzulage werden in fünf 20% Abschnitte unterteilt. Nach den letzten strengen Jahren wieder einmal ein ruhigeres Verbandsjahr.

2001 Dr. H. Strickler, Präsident von personalthurgau ersucht in einem Brief unseren Verband, wiederum der Dachorganisation beizutreten und untermauert diesen Wunsch mit einem Besuch an einer unseren Vorstandssitzung. Unser Departmentchef ist neu Regierungsrat Dr. Graf-Schelling. Unzufriedenheit innerhalb der Kapo, weil in der Verkehrspolizei Zivilangestellte in Uniform, inkl. Bewaffnung, arbeiten, welche keine Polizeischule absolviert haben. Unruhe auch wegen dem angeblichen Verstoss eines Verbandsmitgliedes gegen das Antirassismus-Gesetz. Das Polizeikommando versucht, auch aufgrund der vielen Presseartikel, die Wogen zu glätten.

2002  Die Regierung fordert mehr Polizisten. Der Korpsbestand soll von 290 auf 330 Polizisten erhöht werden. Auf Initiative des Verbandes der Kantonspolizei Thurgau wird die Umstrukturierung des VSPB, welche uns nur mehr Kosten und keinen direkten Nutzen beschert hätte, an der Delegiertenversammlung abgelehnt. Beachtlich war, das dabei der Röstigraben nicht existent war.

2003 Korpserhöhung auf 330 Polizisten. Abgabe einer gemeinsamen Stellungnahme zur Rechtsstellungs­verordnung mit dem Kommando. Die Liegenschaft Roggwil wird nach einer Urabstimmung (254 Ja- zu 2 Nein-Stimmen) für Fr. 704'000.-- dem jetzigen Mieter verkauft. Die Liegen­schaft Bürglen wird ebenfalls nach einer Urabstimmung (268 Ja- zu 2 Nein-Stimmen) für Fr. 320'000.-- an unser Verbandsmitglied und Mieter Heinz Hess verkauft.

2004 neuer praesident2004 Grosse Ernüchterung bei den Beförderten. Sie werden zwar in die nächst höhere Besoldungsklasse eingeteilt, gleichzeitig erfolgte aber eine Rück­stufung in den Leistungsprozenten. Der Vorstand empfiehlt den Betroffen Einsprache zu erheben. Ende des Jahres bekommen die Einsprecher endlich recht und erhalten rückwirkend den "richtigen" Lohn. Die Regierung nimmt jedoch gleichzeitig eine Änderung am Beförderungsreglement vor, sodass ab 2005 eine Rückstufung der Leistungsprozente bei den Beförderten Tatsache wird. Marcel Schenker übernimmt das Präsidialamt von Bruno Fehr. Heinz Butter wird neuer Präsident des VSPB. Regio+ wird eingeführt und in der Verkehrspolizei herrschen grosse Probleme, was auch den Pressleuten nicht verborgen blieb. Einführung des neuen Dienstreglements.

2005 Das durch Liegenschaftsverkäufe (Häuser Roggwil und Bürglen) erwirtschaftete Geld, eine Million Franken, wird nach2006 logo 100jahre einer Urabstimmung (267 Ja- zu 27 Nein-Stimmen) der Bank La Roche, Basel, zur Vermögensverwaltung, übergeben. Unser Verbandsmitglied Martin Burri wird bei der Dienstausübung von einem Personenwagen angefahren und verstirbt.

2006 kommandanten2006 Aufhebung der Wohnsitzpflicht mit gleichzeitiger Abschaffung der Wohnungsentschädigung. Der Verband Kantonspolizei Thurgau feiert sein 100 jähriges Jubiläum. Die Festivitäten fanden am 19. 2007 wallisAugust 2006 im Innenhof des Polizeikommandos Frauenfeld statt. Es waren rund 270 Mitglieder und Gäste im Festzelt anwesend. Der 62-jährige Polizeikommandant Jürg Rüsch übergibt im September nach 29 Jahren Kommandantentätigkeit sein Amt an den 52-jährigen Hans Baltensperger (vormals Chef der Zürcher Verkehrspolizei).

2007 Im März geht die Hauptversammlung mit einer historisch tiefen Beteiligung über die Bühne. Wo bleibt das Interesse der Verbandsmitglieder? Im April findet seit Jahren wieder einmal eine Vorstandsreise statt. Die Reise führt uns ins Wallis, wo uns Sigi Diethelm drei interessante Tage bietet. Die Totalrevision des Beförderungsreglements und die Parkplatzprobleme beim Polizeikommando beschäftigten uns das ganze Jahr.

2008 Vermutlich Dank eines Referates über das Sicherheitskonzept zur EURO2008 von unserem ehemaligen Polizeikommandanten Jürg Rüsch kann der Verband eine grosse Anzahl Mitglieder an der HV begrüssen. Das neue 2008 logo vkapotgBeförderungsreglement tritt am 1. Mai in Kraft. An der EURO2008 im Juni steht eine grosse Anzahl an Thurgauer Polizisten und Polizistinnen inner- und ausserkantonal im Einsatz. Sie tragen wesentlich zum guten Gelingen dieses Sportanlasses bei. Der Verband fordert darum einen Anerkennungsbeitrag für die Korpsangehörigen. Diese Forderung wird vom Departement Justiz und Sicherheit wegen fehlender gesetzlicher Grundlagen abgeschmettert. Unser Verband erhält ein neues Logo. Da der VSPB ihren Vertrag mit der SWICA kündigte, schliesst unser Verband direkt mit der SWICA einen Kollektivvertrag ab. Das Parkplatzproblem beim Polizeikommando gehört der Vergangenheit an. Der Umbau der Verbandsliegenschaft in Frauenfeld wird angepackt.

2009 verbandshaus2009 Der Umbau der Verbandsliegenschaft in Frauenfeld beschäftigt den Vorstand das ganze Jahr. Die eingesetzte Baukommision (Natalie 2009 kuecheBurgermeister, Andrea Scherrer und Remo Egli) hat viel zu tun und es gelingt ihr, das Projekt gemäss den Vorgaben zu beendigen. Die Hausbesichtigung findet am 20. Juni statt. Leider nutzen nur wenige Verbandsmitglieder diese Möglichkeit. Beide Wohnungen können vermietet werden. Eine davon an ein Verbandsmitglied.

2010 Andrea Scherrer und Daniel Aeberhard treten als langjährige Vorstandsmitglieder zurück. Sie werden durch Rietmann Thomas und Jösler Stefan abgelöst. Insgesamt ruhiges „Verbandsjahr“.

2011 Der Grosse Rat des Kantons Thurgau bewilligt die Bestandeserhöhung der Kapo TG von 330 auf max. 384 Polizisten und das neue Polizeigesetz wird ebenfalls verabschiedet.

2012 Beat Gisler löst Rolf Blatter im Vorstand ab, der nach langjähriger Vorstandstätigkeit sein Amt als Sterbekassenverwalter abgibt. Der Verband nimmt Stellung zu Motionen von verschiedenen Grossräten, welche bei der Durchsetzung massive finanzielle Nachteile für die Verbandsmitglieder, resp. sämtlicher Polizisten, zur Folge hätten. Daniel Aeberhard, Webmaster des Verbandes, gestaltet die Homepage neu. Der Verband beteiligt sich durch Stellungnahmen bei der Überarbeitung verschiedener Dienstvorschriften. Verhandlungen und Neuabschluss des Privathaftpflicht-Kollektivvertrages mit der Allianz, wobei verbesserte Leistungen zum „alten Preis“ für die nächsten 5 Jahre vereinbart werden konnten.

2013 Dieter Schöni löst den Verbandskassier Remo Egli ab, welcher nach langjähriger, verdienstvoller Tätigkeit sein Amt abgibt. Beat Gisler nimmt als Vertreter des Verbandes teil in der Projektgruppe Teilzeitarbeit des Polizeikommandos.

2014 Aufgrund der neueren DV Rechtsschutz, welche das Berufs-Rechtsschutzwesen in Absprache mit dem Verband regelt, werden einige eindeutig rechtmässige Fälle über das Polizeikommando abgehandelt. Ab Ende 2014 ist bei der Kapo TG unter gewissen Bedingungen Teilzeitarbeit möglich und wird in einem Versuchskonzept von rund einem Dutzend Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beansprucht. Ende 2014 startet die Kapo TG mit dem Projekt „Lohnvergleich“. Dabei geht es um einen breit abgestützten Vergleich unter den verschiedenen Polizeikorps, zumal festgestellt wurde, dass die Löhne bei der Kapo TG nicht zu den höchsten gehören. Der Verband ist mit Beat Gisler in der Projektgruppe vertreten.

2015 Der Verband ist mit der Kapo TG beim Projekt Lohnvergleich beteiligt. Dabei geht es um die Abklärung betreffend der Lohnhöhe im Vergleich zu anderen Polizeikorps. Der Verband erhofft sich eine Lohnanpassung nach oben, insbesondere bei jüngeren Corpsmitgliedern. RR Regierungsrat Dr. Graf-Schelling tritt per Ende Mai zurück. Seine Nachfolgerin ist RR C. Komposch, welche auch das DJS übernimmt. Die Teilzeitarbeit bei der Kapo TG wird definitiv eingeführt und auch von diversen Mitgliedern genutzt. Von der Polizeiführung wird der Fach-Feldweibel „faktisch abgeschafft“ und ist nur noch in sehr seltenen Fällen zu erlangen, ausser in der Verkehrsinstruktion. Dies führt in der stark betroffenen Kripo zu starkem Unmut. Der Kommandant verspricht diesbezüglich eine gemischte Arbeitsgruppe einzuberufen, um ein entsprechendes Anforderungsprofil zu definieren. Der Verband Kapo TG ist bestrebt in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken.

2016 zingg juerg

2016 Mitte Jahr geht Kdt Baltensperger in Pension. Sein Nachfolger ist Kdt Jürg Zingg, welcher von der Stapo ZH kommend unser Corps übernimmt. Unser Vorstandsmitglied, Beat Frei, wird am 09.06.2016 in die Geschäftsleitung des VSPB gewählt, herzliche Gratulation. Ende Oktober verstarb unser Ehren- und Aktivmitglied Max Fisler, 1959, infolge eines Herzinfarktes. Die unteren Ränge der Polizeiangestellten kommen per 01.01.2017 in den Genuss einer markanten Lohnerhöhung, welche aus dem Projekt Lohnvergleich herrührt, wo der Verband massgeblich daran beteiligt war. 

2017 René Stücheli gibt nach langjähriger, verdienstvoller Tätigkeit sein Amt ab. Als Nachfolger konnte Sabrina Züst gewonnen werden. Die Pensionskasse Thurgau hat die Zusatzrente, von zwei Jahren, auf 1.1.2020 gestrichen. Dank guten Verhandlungen durch den Verband konnte die Arbeitgeberrente von drei Jahren, welche aus dem Budget der Kantonspolizei bezahlt wird, behalten werden. Auf Gesuch des Mitarbeiters kann mit Zustimmung des Kommandanten neu bis 65 Jahre gearbeitet werden. Mit der Allianz konnten neue Versicherungsverträge per 01.01.2018 bis 31.12.2021 abgeschlossen werden.